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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.08.1850
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1850-08-02
- Erscheinungsdatum
- 02.08.1850
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- Deutsch
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915 1850.) menen Maare, mochte nun die Aufmerksamkeit einzelner Kauflcutc auf sich lenken; sie zogen dieselben in den Kreis ihres Verkehrs, führten dieselben erst neben ihren anderen Maaren, bis sic sich von der lohnenden Ertrags- fähigkcit des Buchhandels überzeugt hatten und sich ihm nun ausschließlich widmeten. Dieses Lerhältniß muß auch die Veranlassung gewesen sein, welche Johann Rynmann zum Buchhandel hinleitcte. Ec wurde zu Oehringen, der Residenzstadt einer der damals gräflich Hohenlohischen Linien, muth- maßlich in den sechziger Jahren des fünfzehnten Jahrhunderts geboren. Die Zeit, wann er den Buchhandel zu seiner Erwerbsquelle erwählt haben mag, kann nicht einmal annähernd bestimmt werden; sein erster bekannter Verlagöartikel stammt zwar erst aus dem Jahre 1497, aber zufolge der weiter unten i» extenso bcizubringcndcn Urkunden hatte er 1498 schon: „etliche Jare ein Henndel vnnd gewerbe mit gedruckten buchcrn vnnd an dern, In vßwendig konnigreichen vnd Rationen, auch In Ridern vnd Hohen Leutzschcn Landen gefurt." Rvnmann'S Geschäfte können daher schon 1^98 keincSwcgcS mehr unbedeutend gewesen sein, da sein Wirkungs kreis so ausgedehnt war, daß er sogar die Grenzen Deutschlands über schritt. Bei diesem seinen, bis in die Mitte des siebenzchntcn Jahrhunderts allgemein üblichen, Geschäftsbetrieb mußte ihm aber natürlich die noch in den Grafschaften Hohenlohe herrschende Leibeigenschaft sehr hinderlich sein, da dieselbe, wenn sie für ihn auch bei den Reisen selbst und überhaupt bei dem ungestörten Betriebe seiner Geschäfte im Ganzen kein Hemmniß war, ihn doch zwang seinen Wohnsitz, und demnach auch seine Hauplniederlagen in Oehringen zu haben und von hier aus die Hauptleitung seiner Unter nehmungen zu besorgen. Dazu war nun allerdings ein unbedeutendes Städtchen wie Oehringen nichts weniger als geeignet und cs mußte Ryn mann eine Uebersicdelung nach einer großen Handelsstadt, wo ihm zu gleich am Orte Buchdruckcrcien zu Gebote standen, wünschenSwerth er scheinen. Durch Geldopfer löste er daher seine drückenden Verhältnisse in Oehringen, wie die nachfolgenden Urkunden besagen. Freiheitsbrief des Grafen Eraft von Hohenlohe für Johann Rynmann*). Wir Crafft graue von Hocnloe ic. bekennen öffentlich mit dem bricff für vnnS vnd unser erben, Nachdem Vnnser kurzer zu Oringcw Hanns Ruman etliche Jare ein Henndel vnnd gewerbe mit gedruckten buchcrn vnnd anderen In vßwendig konnigreichen vnd Nationen, auch In Ridern vnnd Hohen Lcutzschcn landen gefurt, vnnd alle Jar grosse vnd weyte reyßen getan vnnd nit gefeuert hat, er Nach gclegcnhcit scins gewcrbs so statlichcn In vnnser stak oringew sein pleyblichc Hawßwonung doch mit vnscr Vcrwilligung nit mögen haben, Vnnd aber die Zeit Jerlichen sein bcthc vnnd gehorsam derselben stat gereichet vnd gegeben, vnd dicweul dan scins WestnnS gelegenheik solich gestalt, er vnS mit sampt seinen Freun den mit ernst ersucht vnd gebeten, Im hier Innen mit gnaden zuuersehen dadurch er sein gewerbe desto statlichcr möge geubcn Dagegen wolle er vnnS vnnd gcmcltcr stat Willen machen, daran Wir benugig sein, darumb mit gutem zaitigcn Rate, so Wir deßholb gehabt, auch nach Rate Wil len vnd Wissen vnnser liebe getrewen schultciß, Bürgermeister, Rate, gerichl vnnd der gemcynde obgemeltcr vnser stat Oringew Han Wir vnd auch die utzgcmeltcn von Oringcw mit dem genannten Hannscn Ryman vnnd er mit vnS allen in Nachfolgender Masse vnns verevniget vnd vor tragen, das auch von allen teyln also angenommen worden ist. Zum ersten das der obgcnant Hanß Ruman vnd Dorothea Proglin sein etliche Hawßfraw vnd ir bedcrtcul kinde, die sie nctzo mit einander geboren haben vnnd hinfüro mit einander gcberen werden, auch derselben kindeSkinde, aller Lcupaigcnschafft, burgcrrechts zu Oringcn vnd aller Pflicht vnd an- hangeS, wie cS deßhalb mag gencnl werden, damit sic vnS vnnd ge- meltcr stat verwandt gewesen sind, oder werden mochten, von vnns vnn- sern erben der stat vnnd bürgern zu Oringcw vnnd Iren Nachkomcnden ganntz frcy ledig, vnd solich cugenschaffc vnd verpflicht halb hinfüro Ir aller lebcnlang vns vnd vnnser stat zu Oringcw von Iren leybcn zetun. nicht schuldig sein oder werden In» dhein Wevß, Sollen vnd mögen auch ir Wonung haben An wclichcm ende sie wolle», on vnser vnd der stat Inrede vnd vcrhindcrnusse. Aber mit Jrcm gut soll es, wie nachstet, gehalten werden vnnd also, das alle die guter so der genannt HannS Rumann vnnd Dorothea sein Hawßfraw uctzo haben, wie die genant und wo die gelegen sind, vnnd hinfüro durch Ir Arbeit vnnd gewerbe vberkomen mögen, vßgenomen die guter wie hernach begriffen ist, sol len Ine vnnd Iren erben aller bethe, Nachstewer vnnd aller be schwer!) ganntz frei) vnnd ledig vnnd vns, auch gemelter stat dauon ') Wibil, Hohenlohischt Lurchen- und Reformationi.Historie 3. Thl. psz. 215—218. Jnne ewige zeit ichtS zu geben, oder zetun nicht pflichtig oder schul dig sein. Darzu disc Nachfolgcnnden guter, die er hat Inn der stat Bethe zu orinngew, begriffen sind mit namen Jt. HannS Rymanß Hawß bey dem steinhawß vnd das schwerlin hinder der Keltern zu Oringew ge legen, Jt. seinS Vater seligen vnnd muter Hawß gegen dem Rathawß ober am ecke vnnd die schcwr vnnd an des armprosters Hawß gelegen, Jt. sein schcwr In der ledcrgaffen alles zu Oringew In der stat gelegen, Jt. zwen Morgen Wisen In der Bewt, Jt. ein Morgen Wisen am Becken Rain, Jt. ein groß Wcydlein bey dem Hefenbrücklin, Jt. acht morgen ackers In allen Zeigen Jt. ein Garten bey dem Heiligen Eraits', alle« Inn der Margg zu oringew gelegen sollen vnnd mögen der genant Hans Ryman, sein Hawßfraw vnnd kinde, in Iren Händen behalten vnnd die nach Jrem gefallen nutzen vnd messen. Dieselben sollen Ine auch freu sein vnnd pleyben, Jnmaffen obgeschriben ist. Wurden aber die gemelten eclewt oder Ire kinder die obgcrurten guter verkauffen das sie macht ha ben sollen oder Inn anndcre Hennde wenden. Wan dan die In anndere Hende komen sind, so sollen dieselben guter alßdann die beschwerdc tragen vnd darzu gefallen vnnd alles das verpflicht das ander vnngcfreytc guter zu oringcw zetun schuldig sein. Ob aber die obgcrurten Guter In der gemelten Hansen vnnd Dorothea kindeSkinde Händen komen wurden so sol len dieselben kindeSkinde von dennsclbcn gutern schuldig seyn zetun, wie annder kurzer guter daselbst, so lanng bis sie diselbigen mit der Näch sten») ye von vier Pfenning einen pfenning zu geben von der gemelten stat ledig gemacht Han, das sie dan nach Jrem gefallen zetun macht haben sollen. Ferner ist abgeredt das, die giter so Hansen Ryman Dorothea seiner Hawßfcawen oder Iren kinden vnnserm burger zu oringew Hän fen progel, oder anndern gemelter burgerschafft verwandt, In crbtails weiß oder sunst ererben oder an sie komen wurden, von denselben gutern allen sollen HannS Ryman vnnd Dorothea sein Hawßfraw vnnd Ir erben der stat orinngew die gewonnlichen Jerlichen bete geben oder dieselben guter mit der Nachstewer, daS sie nach Jrem Willen macht Han vnd ye von vier Pfennig einen Pfennig der gemelten stat zu Nächstem», daran die gemelten von Origew gnugig sind, geben. Vnnd ob dem obgenanten Hansen Ruman vnd Dorothea seiner Hawßfcawen In kunfftiger zeit gelegen wurde sein, ir Hewßlich Wonung vnd Wesen zu Oringew zu haben, da« sollen sie wann Ine solichö gesellig ist, zetun macht Han vnd Iren Handel vnnd gewerbe da trcyben on alle beschwerdc, vnd sic vnd Ir erben der obge- rurlen Freiheit wider von dannen zu ziehen vnd sunst wie vorstct sich auch also zugebrauchen, die Ine vnucrlctzet pleyben vnd gehalten werden soll. Doch so sie also ir Wonung da haben wurden, sollen sie die zeit Vnsern vnd der stat Ormgew schaden warnnen, sromcn vnd pestcS zuwerben vnd auch recht geben vnd «einen für vnserm gcricht daselbst zu Oringew alles ongefcrde, Vnnd vmb solich freuheit vnnd ledigsagung, wie vorgemelt ist, har der gemclt Hanß Ryman vnnd Dorothea sein Hawßfraw für sich vnd Ir erben versprochen vnd verschriben der gemelten stat Oringew Vllic Gl. guter Rynischer vff vier Jar ziel zu bczaln. Nach laut eins brieffs da rinne sich vnnser liebe getrewen HannS progel zu Orinngew vnd Jorig Grunpach zu Marpach als selbst schuldncr für die genanten eelewt zu- gebcn verschriben re. Vnd des zu sichcrheit vnd guter Vrkunde Han wir Crafft Grass von Hohcnloc w. vnnser Jnsigel für VnS vnd vnscr erben zufordcrst an discn bricff lhun henncken, Vnd Wir obgenanten Schult ciß, Bürgermeister Rate vnnd gemcynde zu Oringew derselben stat Jnn- sigel daS groß für vnS vnd vnser Nachkomende auch an disen brieff lassen henckcn vnd Ich Hanns Ryman mein eygen Jnnsigell für mich, die obige mein Hawßfrawen Dorothea, DeS ich Dorothea Mich hierinnen mit ge- prauche auch an disen brieff gehangen, Vnnd Wir ytzgenanten celiche personc Han bede vnd vnser ycdcs besonnder zu mer sicherheit mit ernst gcberen die Erdern vnnd Vesten Hannsen von Holtz amptman zu Newen- stein vnnd Bcrchtold Hornnecken von Hornnberg, das die Ire Jnnsigel zugczcucknusse vnd alles vorgeschriben zubesagen, doch selbs onnschaden vmb vnser bethe willen auch an disen brieff gehangen. DeS Wir ytzge- nantcn zwen Vcrsiglcr vns also bekennen getan Han. Geben zu Oringew vff Donnerstag Nach Oircumcisionis Domini Nach Christi gebürt Vier- zchcnhundert vnd in dem Acht vnd Neuntzigisten Jare. (Fortsetzung in nächster Nummer.) Schleuderet durch den Borromäus-Derein. Es liegen mir „Neuestes u. allein gültiges Verzeichniß der vom heil. Karl Borromäus-Vereine empfohlenen Bücher", sowie das von diesem Vereine später herausgegebene „S uppleine nt-V e rzeichniß" vor, welche beiden Verzeichnisse eine Zahl von 583 der bessern und gangbarsten Erscheinungen aus dem Gebiete der kath. Literatur enthalten u. bei dem gedachten Vereine 132*
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