Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.03.1857
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1857-03-04
- Erscheinungsdatum
- 04.03.1857
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18570304
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-185703044
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18570304
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1857
- Monat1857-03
- Tag1857-03-04
- Monat1857-03
- Jahr1857
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
404 Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. M 27, 4. März. gegenwärtige des Meyer, gerichteten Klage rechtskräftig abgewiescn ist. Hiedurch ist die versuchte Intervention ausgeschlossen, wie sich dies schon daraus ergibt, daß hiemit das dem Intervenienten ge setzlich zustchende Recht, unter Umständen den Proceß, in den er cingetretcn, für sich allein fortzuführen, 1. 4. §. 3. 4. I,. 5. pc. §. 3. 4. II. cle sppell. (49. 1.) durchaus unvereinbar ist. Außerdem aber fehlt es N. dem Intervenienten auch an jedem, zur accessorischen In tervention berechtigenden Interesse an dem Ausgange des gegenwär tigen Rechtsstreites. Dieses Interesse müßte nämlich von der Art sein, daß entweder ein klagbares Recht des Intervenienten durch den Obsieg des klagend Ausgetretenen bedingt, oder der Intervenient beim Unterliegen der Partei, welcher er beitrcten will, einem Ent schädigungsansprüche ausgesetzt sein würde. 1. 69. II. äe procursloribiw. (3, 3.) k. 29. pr. l). inoll. tesil. (5, 3.) l. 63. U. äe re such I.. 4. §. 2—5. I. 14. pr. I). sv spell. (49, 1.) 1. uu. 6. ul cau.-ms po^l pudert, oänil iutor. (5, 48.) klov. 112. 6. 1. 6. 38. X. äe te->t. (2, 20.) L. 2. ul lils penä. iu VI. (2, 8.) Linde, Lehrb. des Protestes. §. 110. Ein solches Interesse findet aber beim Intervenienten im gegen wärtigen Falle nicht Statt. Denn 1) nachdem er selbst mit seiner gegen Kittler eingestellten Klage rechtskräftig abgewiescn ist, hat er überall kein Klagcrccht mehr, welches durch den Obsieg des gegenwärtigen Klägers bedingt wäre. 2) Ebenso wenig aber ist er beim Unterliegen des Klägers irgend einem Ansprüche, überhaupt keinem Nachrheil ausgesctzt. Denn wenn der Intervenient s) geltend macht, er sei als Autor, der ja auch Selbstverleger sein könne, dabei interessirt, daß nicht das Princip, welches der Be klagte aufstelle, als Recht anerkannt werde, so bedarf das keiner Widerlegung. b) Ebenso wenig kann das Ehrenintcresse, welches er zu haben vorgibt, daß Kittler nicht als sein Verleger erscheine, irgend in Be tracht kommen, zumal dieses, wenn es überall existirt, durch eine Erklärung in öffentlichen Blättern, wie eine solche bereits vom In tervenienten ausgegangcn ist, völlig gewahrt erscheint. o) Endlich ist auch das pecuniäre Interesse, welches darin lie gen soll, daß die zweite verbesserte Ausgabe der Lesutes, wegen welcher er mit dem Kläger contrahirt habe, nicht erscheinen, und also das stipulirtc Honorar dafür vom Intervenienten nicht bezogen werden können, bevor die zweite Pseudoausgabc des Beklagten wirk lich beseitigt sei, offenbar nicht begründet, indem cs, um das Ver fahren des Beklagten in Beziehung auf diese für die Zukunft un schädlich zu machen, auch hier nur einer öffentlichen Bekanntmachung bedarf, daß die s. g. zweite Ausgabe des Beklagten nur die erste mit verändertem Titel sei. Da übrigens diese ganze Intervention eine völlig nutzlose Pro- cedur ist, welche, auch wenn zulässig, in der Sache selbst keine andere Entscheidung würde herbeiführen können, so ist die obigeAusführung nur in Beziehung auf den Kostenpunkt von Bedeutung. Was nämlich Vl) diesen Kostenpunkt betrifft, so waren zwar 1) da die Adhäsion des Klägers gänzlich und die Appellation des Beklagten bis auf einen einzigen ziemlich unerheblichen Antrag bezüglich der Beweisführung ebenfalls verworfen werden mußte, die Kosten dieser beiden Rechtsmittel durchweg zu vergleichen. Dagegen mußte 2) der Intervenient in die durch sein unzulässiges Verfahren dem Beklagten vcranlaßtcn Kosten verurtheilt, der Antrag des Be klagten auf solidarische Verurthcilung des Klägers und des Inter venienten aber verworfen werden, da eine solche sich nur aus der un richtigen Auffassung Beider als wirklicher Litisconsorten würde rechtfertigen lassen. Ebenso mußte schließlich von der abseiten des Beklagten bean tragten Einleitung einer Untersuchung hinsichtlich der Abfassung der Jntervcntionsschrift bewandten Umständen nach Umgang ge nommen werden. Zur Beglaubigung (I. 8.) I. Bremer, Sccretär. Misccllcn. Leipzig, 3. März. In nächster Woche fällt auf den Freitag, den Hauptcxpeditionstag der hiesigen H.H. Eommissionäre, ein Bußtag, wo die Geschäfte gesetzlich zu ruhen haben; cs liegt da her im Interesse der auswärtigen Handlungen, ihre Eommissionen in der folgenden Woche einen oder einige Tage früher als gewöhn lich hier eintrcffen zu lassen. Zur Sammlung und Herausgabe des Brie fwcchsels von Napoleon I. hat der Kaiser von Frankreich mittelst Dccrct vom 31. Jan. dem Staatsminister einen außerordentlichen Ercdit von 100,000 Frk. für das Verwaltungsjahr 1857 eröffnet. Von dem Absatz von Büchern und Zeitungen in den Verei nigten Staaten kann man sich schon durch die eine Bemerkung eine Vorstellung machen, daß 750 Papierfabriken fortwährend 2000 Maschinen im Gange erhalten; im verflossenen Jahre haben diese Maschinen 270 Millionen (engl.) Pfund Papier geliefert, und da man zu einem Pfund Papier ein und ein viertel Pfund Lumpe» ge braucht, so hat der Papierhandel in einem einzigen Jahre 400Millio- ncn Pfund Lumpen consumirt. Unterhaltungen für Buchhändler. Unter diesem Titel werde ich im Börsenblattc eine kleine Reihe von Aufsätzen veröffentlichen, die, so meine ich, wohl das Interesse der Ge- schäftsgenosscn in Anspruch nehmen werden , da ich mir nur solche The mas zum Vorwürfe nehmen will, welche ein allgemeines Interesse haben. So viel als mir möglich, sollen die Sachen nur objektive Behandlung finden. Wo cs dabei angebracht erscheint, werde ich warm reden, denn nur was warm vom Herzen geht, findet leichter wieder die Herzen warm zur Aufnahme. Zuweilen, das will ich gleich von vorn herein be merken, werde ich auch wohl einen Blitz des Humors oder der Satire cin- schießen lassen, aber nur um die Beleuchtung der Objecte rascher her zustellen. Demnächst werde ich damit beginnen und womöglich jede Woche einen von folgenden Artikeln liefern, als: Das Geld — Geldcswcrth — das Cassa-Gcschäft- Soll und Haben, oder Hebet und Oellit. Ueber unsere Betriebs- und Vcrtricbsmittel. Speculation — Projectenmacherei — Schwindelei. Wie viel muß ein Verleger im Jahr verlegen, um davon cristiren zu können? Wie viel Umsatz muß ein Sortimentshändler jährlich habe», um da raus seine Subsistenzmittel zu erzielen? Der Verkauf von Verlags- und Sortimcntshandlungen durch's Mi kroskop besehen. Ob die Artikel in der eben angegebenen Reihenfolge erscheinen, weiß ich noch nicht, da ich sie erst schreiben will und daher augenblickliche Dis position oder Anregung mich für den einen oder anderen vorzugsweise bestimmen könnte. Leipzig, 3. März 1857. E. Wcngler. «
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder