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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.10.1850
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1850-10-18
- Erscheinungsdatum
- 18.10.1850
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- Deutsch
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Erscheint jeden Dienstag u. Freitag; während der Buchhändler . Messe zu Ostern, täglich. Börsenblatt für den Beiträge für da« Börsen blatt sind an dieR «dae. tion; — Inserat« an die Srpedit > on desselben zu senden. Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. Eigenthum des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. 93. Leipzig, Freitag am 18. Oktober 185V. Amtlicher T h c i l. An die verehelichen Mitglieder des Süddeutschen Buchhändler- BereinS. In der am 17. Juni zu Frankfurt a. M. abgehaltenen General versammlung des Süddeutschen Buchhändler-Vereins kamen, wie Ih nen durch das Protokoll bekannt geworden seyn wird, die Kalamitäten auf's Neue zur Sprache, denen der Buchhandel sich zwar leider schon seit lange ausgesetzt sieht, die aber seit den letzten zwei Jahren in wahr haft erschreckender Weise zugenommen haben. Nicht allein, daß die allgemeine Geschäftsstockung während dieser verhängnißvollen Zeit ih ren Einfluß auch auf den Buchhandel in sehr fühlbarer Weise übte; nicht genug, daß manches schwankende Haus unter diesen ungünstigen Verhältnissen vollends zusammenbrach und fast ein Jeder von allen Seiten mit Verlusten heimgesucht wurde, — gestalteten sich nament lich in neuester Zeit auch die Verhältnisse der Presse in so ungünstiger Weise, daß Verleger wie Sortimenter ihre Existenz in mehr wie einer Beziehung auf das Empfindlichste bedroht sehen. In solchen trüben und Sorgen erweckenden Zeiten thut ein festes, innigeres Zusammenstehen Aller derer mehr wie jemals Noth, die es redlich mit ihrem Geschäftsbetrieb und aufrichtig mit dem Wohle des Gesammt-Buchhandels meinen, und wenn sich bisher die Buch händler-Vereine hauptsächlich nur die Bekämpfung der vielen eingeris senen Mißbräuche zur Aufgabe machten, so gilt cs jetzt einen Kampf um die so hart bedrohte Existenz, den der Einzelne nicht mehr für sich allein aufzunehmen vermag. Es ist demnach vollkommen an der Zeit, daß der Süddeutsche Buchhändler-Verein, der sich bis daher nur lose zusammengehalten sah, weil er mehr oder weniger nur private Zwecke verfolgte, sich ermanne und zu dem sich erstarke, was ursprünglich in seiner Begründung liegt, nehmlich zum Wächter unserer ehrenhaften Handelspcincipien, zum Schutz gegen die Eingriffe derer, die dawider handeln, und zur Ueber- einstimmung im Verfahren da, wo es gilt, die Rechte des Buckhan dels im Allgemeinen zu vertreten, wo dieselben angefochten werden. Das und nicht weniger sollte der Süddeutsche Verein nach seiner Ur- idee leisten, und er wird es leisten, wenn wir zusammen stehen und ein Jeder nach besten Kräften dabei mitwirkt. Das Letztere ist allerdings nicht ohne Schwierigkeit und nur dann möglich, wenn der Verein eine geregeltere Gliederung erhält, die nur durch die Bildung von ver- Siebzehnter Zahrgang. mehrten Kreis- Vereinen gestaltet werden kann; diese längst erkannte Nothwendigkeit kam in der oben erwähnten Versammlung zu näherer Erörterung, und es wurde beschlossen, mit aller Energie dahin zu wirken, daß da, wo noch keine Kreis-Vereine unter den uns Angehörigen besteben, die alsbaldige Bildung derselben veranlaßt werde, damit der Vorstand des Gesammt-Vereins unter Mitwirkung der Kreis-Vorstände überall da den Ausdruck des Gesammtwillens als maßgebend zur Kenntniß bringe, wo derselbe als ein Gewicht in die Wagschale gelegt werden kann. Durchdrungen von dem lebhaften Wunsche, den Süddeutschen Verein neu zu beleben und ihm zu der Wirksamkeit zu verhelfen, die er haben kann, wenn er in oben angedeuletec Weise Unterstützung fin det, wenden wir uns an unsere gleichgesinnten Eollegen mit dem Er suchen, ihren ganzen Einfluß anzuwenden, um dergleichen Kreisvec- eine zu Stande zu bringen, und in deren Mitte das zu berathen, was dasJnteresse des betreffenden Vereins erheischt. Wir würden dann spä ter vielleicht eine Zusammenkunft der Vorstände dieser verschiedenen Vereine in Vorschlag bringen, um gleichsam als ein großer Ausschuß des Süddeutschen Vereins in Berathung zu treten und diejenigen Maßnahmen sestzustellen, die den Mißbräuchen am kräftigsten entgegen zu treten und unsere Rechte am geeignetsten zu wahren im Stande sind. Die Abschaffung des Kunden-Rabatts ist auch diesesmal wieder zur Sprache gekommen und als eine für die Wohlfahrt des Buchhandels unerläßliche Maßregel empfohlen worden. Nur durch Uebereinstimmung ist sie zu erreichen, daher ist diese vor Allem auf dem bezeichnet«» Wege zu fördern. Die Zeitumstände haben, es ist wahr, hart auf Manchem der Unscigen gelastet, aber es ist leider nicht minder wahr, daß auch Man cher dieselben seinen Creditoren gegenüber in unzurechtfertigendex Weise benutzte, und diese faulen Zweige muß der noch gesunde Stamm endlich ausscheiden. Die soliden Geschäftsfreunde müssen näher an einander rücken, und wenn der Verein sonst in liberalster Weise einen Jeden ausnahm, der zu ibm gehören wollte, so ist es nun an der Zeit, daß sein Mitglieder-Verzeichniß eine Art Garantie dafür bilde, daß ein jedes Mitglied, Verleger wie Sortimenter, seine Pflich ten erfüllt, seinen Verbindlichkeiten nachkommt. Wir dürfen nicht länger dulden, daß die Ehre unseres Standes durch Solche gefährdet 181
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