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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.01.1859
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1859-01-10
- Erscheinungsdatum
- 10.01.1859
- Sprache
- Deutsch
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48 Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Zk 4, 10. Januar. 17. Kovbr-. Verlsx von Julius SainLuer in vreslau ferner: Linretl.Itiiunß-8-I^r. 3II30. Lclcardl, Wilkelm, Oessn^übunxen. I. Intoiisrion und ,4u88pr»cke in k'orm von kvominen Kiedern kür 1 8inx- stimme mit Le^Ieitunß des kinnokort«. 25 31. 8erts, Ikeodore, Vive le plsisir! ?ollrs pour le?isno. 7 V- 32. 8»ro, 8., 1nk»nteris-8i^nsle. Kolli» kür Uns kianokvrte. Op. 29. 7^ 33. 2»bel, Osrl, skroubadour-dlLi-scli küi-d»8 kisnokorte. 5 24. dlovbr. Verlsx von Lreitlropk L llärtel in I-eipriA. 34. 6re »sebscli, Lrnst, 12 Olsvierrrüclie su 4 Händen, im Omkanse von 5 Ionen, kür ^nkänser. 2. 8nmmIunL 8ekt 3. 4. s 1 ^ 35. Orü t s m »eker, 8r., Im krllklinß. 3 8tüclie kür Violvncell und kianokvrte. Op. 30. dio. I. 15 I^v. 2. 3. s 20 24. I^ovbr. Verlsg von LreltlropkÜL kärtel in I,eipLiß; tern er: 31136. Klaus», Victor, 4 wieder kür I 8in^8t,mme mit Lsßleit- ung des kisnokorte. Op. 15. 18 37. Klengel, ^4. ^., Kuge über ein Ikems au« von 3usn von I^Ivsurt. IVo. 19. aus dessen Osnons und trugen, Kür da» kisnokorte ru 4 Händen eingericktet von 8. Kob. 8 ck » » b. 15 1^/ 38. kudinstein, ^., 2. 8onste pour kisno et Viola». Op. 19. dlouvelle Kdition, revue p»r l'suteur. 2 ^ 20 39. Vo88, Oksrles, -4ntiguites musicsles. kecueil de mor- oesux bistorigues pour ?i»no. Op. 237. !Vo. 1—6. s 12 !>^ 40. 4Vagner, 8. v., 2vvei 8slonstüclis kür das kisnokorte- Op. 19. bio. 1. 2. ä 15 di-l 41. VVggner's, kicbard, kearbeitung von Ipbigenia in Wil lis. Oper von 3. O. von Oluclc. Klsvieraussug von 8 s n s v o n ö ü I v >v. 0 ^ 15 di-f Nichtamtlicher Theil. Zur Geschichte der Typographie. „Wer war Francesco da Bologna?" ist der Titel eines 42 Seiten starken, italienisch abgefaßtcn, als Manuscript gedruckten und dem Herzog von Aumale zugecigneten Schriftchens von Herrn Panizzi, Obcrbibliothekar am British Museum. Der Verfasser sagh: „Am Schluß der kurzen Vorrede von Aldus zu seiner ersten Ausgabe des Virgil (1501) in der, nachmals unter dem Namen der Aldini- schen bekannten Schriftart, befinden sich folgende drei Verse: ln AcammatvAti/plae laudem. <jui grsiis dedit ^Idus, en lalinis Vat »unc grsmmata seulpta daedaleis Krancisei msnibus konvniensis. *) Francesco da Bologna war demnach der Künstler, der die Typen schnitt, die unter dem Namen der Aldinischen so berühmt geworden. Durch sic sah sich Alles in den Stand gesetzt, wohlfeile Bücher zu drucken, indem er die größte Menge Buchstaben in den kleinsten Raum brachte, und die an Schönheit und Zierlichkeit nie mals übcrtroffen worden sind. „Etwas über zwei Jahre", fahrt Panizzi fort, „nachdem der Virgil gedruckt worden, ging Gerson, oder vielmehr Girolamo Son- cino — er war die größte Zierde eines ruhmvollen Druckcrbundes, welcher nächst Soncino die Städte Brescia, Barco, Easalmaggiore, Neapel, Fano, Pesaro, Rimini, Ortana, Thessalonich und Kon stantinopel durch ihre Pressen berühmt gemacht hatte — nach Fano, und veranstaltete hier im Juli 1503 eine sehr zierliche Aus gabe der lyrischen Gedichte Petcarca's. Dieser oft beschriebene Band ist höchst selten, er hat das Aldinischc Format, ist in einer feineren, etwas größeren und, nach meinem Dafürhalten, saubereren Eursiv- schrift, als der Aldinischc Text, gedruckt. Girolamo widmete die Ausgabe dem Herzog Valentine, und erklärt ohne Anstand, daß Aldus die dem Francesco da Bologna gebührende Ehre der Erfind ung und Ausführung des Eursivs für sich in Anspruch nimmt. Er und kein Anderer hat die von Aldus angewandten Lettern geschnit ten, da ihm in dieser Kunst, nicht bloß griechische und lateinische, sondern auch hebräische Buchstaben zu schneiden, Keiner gleichkam". Francesco that aber mehr. Er stellte in Bologna eine Presse auf, und im Laufe von drei Monaten — vom 20. September bis zum 20. Dccember 1516 — druckte er fünf Bände in Scdez, die *) Aum Lobe der Buchstabenschneiderci: Aldus, der zu griechischen (Schriften) verwendet Hot, verwendet nun zu lateinischen die Buchstaben, geschnitten von den kunstfertigen Händen des Bolognesers Franciscus. jetzt zu den größten Seltenheiten Wählen: am 20. September „II Oaiironivre", von Petrarca; am 3. October „h'Xrosdia", von San- nazaro; am 30. October „6Ii ^rolani", von Bembo; am 9. Dc cember ,,I> Oorbaoeio"; am 20. Dccember „kpistolae ad familiäres", von Eicero. Die Typen in all diesen Werken haben den Eursiv- Eharakter, sind kleiner, als die Aldinischen und von Francesco selber geschnitten. In einem der Ausgabe Petrarca's vorgedruckten Briefe beklagt sich Francesco, daß er der Ehre und des Nutzens von den Typen, die er geschnitten, verlustig gegangen: Beides habe sich Aldus zu geeignet. Dem war in der That so: Päpste und andere Potentaten wetteiferten, ihm alle Vortheile dieser Erfindung, die ihm zugeschriebcn wurde, zu sichern; während sie Francesco das Schneiden der Lettern für Andere, außer Aldus, und den Gebrauch derselben bei Strafe verboten. In der ganzen Geschichte der Monopole und Privilegien ließe sich schwerlich ein hassenswürdigeres und ungerechteres Beispiel aufsinden. Aldus und Francesco scheinen sich schon 1503 entzweit zu haben. Ob die Freundschaft zwischen Francesco und Soncino der Grund oder die Folge dieses Zwiespaltes gewesen sei, läßt sich jetzt nicht ermitteln; genug, nach Panizzi gab Soncino das Capital her, um die Aldinischen Ausgaben, und zwar mit den von Francesco geschnittenen Lettern, nachzudrucken. Soviel ist gewiß, daß nach dem Streit mit Francesco für den älteren Aldus keine neuen Typen geschnitten wurden: eine Thatsache, welche der Behauptung Son- cino's, daß alle Aldinischen Typen, ohne Ausnahme, von Francesco geschnitten worden, keine geringe Stütze gibt. Panizzi zeigt uns ferner, wer Francesco war: „Seit der Erfindung des Drückens bis zu einer von unserer Zeit nicht fernen Periode waren die Bunzenschneider, Goldschmiede, Münzer, Silbergraveurc vollendete Meister in der Kunst. Frist und Schösser waien, nach Zani, Goldschmiede; auch Guttcnberg soll Goldschmied gewesen sein. Zani ist auch der Meinung, daß Gio vanni Dünne, „bravissimo oi-elice" (sehr geschickter Goldschmied), die erste Anleitung gab, Metalltypen zu formen. Emiliano Orsini von Foligno der Eompagnon Numeister's, war ein Münzer, aus einer Münzer-Familie. Bernardo Eennini, der die Bunzen zu den Typen geschritten, mit welchen der „8vrvio" zu Florenz 1471—1472 gedruckt wurde, war Goldschmied, und Jenson zu Tours, bevor er Typenschneider wurde, war Münzer.... Pomponio Gaurico in seinem Büchlein „De soulpturs", zum erstenmal in Florenz 1504 gedruckt, erwähnt als berühmte Steinschneider zwei Zeitgenossen:
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