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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.12.1859
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1859-12-07
- Erscheinungsdatum
- 07.12.1859
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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2454 Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 150, 7. December. nähme gefunden, weil der fraglichen Handlung auf Anrathcn eines Advocat-Anwaltcs, an den sie sich wendete, bedeutet wurde, den Vorschlag anzunehmen. Es wäre interessant, über diesen Vorfall auch andere Hand lungen zu hören, in wieweit sie in Mitleidenschaft gezogen wurden. Miscellen. Das bisherige wüctlcmbergische Papiergeld er lischt in seinem Wcrthe mit dem letzten December dieses Jahres. Wir machen auf diesen Umstand insbesondere unseresüddeutschen Col- legen außerhalb Württembergs aufmerksam, welche Baarscndungen in Papiergeld z. B. an ihre Stuttgarter Commissionäre zu machen pflegen. Die außer Eoucs gesetzten Scheine sind die auf weißes, im Gebrauch grau gewordenes Papier gedruckten, ohne Farben ausge führten 2-, lO- und 35-Guldenscheinc, während die neuen, jetzt al lein gültigen, grün und weiß gedruckten allein zu 10 Gulden ange fertigt sind. Natürlicherweise findet schon jetzt, so nahe vor dem Schlußtermine, die Annahme der alten Scheine im Handel und Wandel Anstand. (Süddksch. Buchh.-Ztg.) Buchhändlerischcr Hocuspocus. — An einzelnen Versuchen, durch Aehnlichkeit der Titel oder durch verwandten Klang der Namen von Autoren gangbare Bücher nachzuahmen und, in der Erwartung daß das Publicum nicht so weit grüble, den Ge winn einer solchen Täuschung zu erhaschen, hat es nie gefehlt. Doch Dank dem gesunden Sinne des deutschen Sortimentsbuchhandels, daß er solcher Industrie nie die Hand bot, wohl erkennend, daß, wenn sic erfolgreich weiter wucherte, jeder solide» Verlagsthätigkeit der Muth geraubt, die Literatur zum Chaos würde und das Pu blicum mit Mißtrauen und Verdächtigung auf jede Erscheinung blicken würde. So möchte nachstehende merkwürdige Ucbereinstim- mung von Geschlechlsnamen und Titel wohl das Bedenken rechtfer tigen, ob solche absichtslos entstehen konnte? In C. F. Amelang's Verlag erschien das durch viele Auflagen bekannte Buch- „Wilhel- minc Scheibler's allgemeines deutsches Kochbuch", und eben an- nonciren Rcichardt L Co. in Berlin: „Josephine Scheible's allge meines deutsches Kochbuch". * * * Von Macaulay's Geschichte von England liegt der fünfte Band für den Druck bereit, und der sechste ist, heißt es, so weil vorgerückt, daß beide vielleicht bis Ostern erscheinen können. Vor einiger Zeit sagte man: Macaulay gedenke sein breit angelegtes Werk mit dem Tod der Königin Anna (1714) abzuschließen, allein das Ziel soll nun wieder weiter hinausgesteckt sein. Der Geschicht schreiber ist kaum 60 Jahre alt, erfreut sich aber keiner sehr festen Gesundheit. Charles Furne, der Pariser Verleger, besaß im franzö sischen Buchhandel einen ganz ähnlichen Ruf, wie Karl Bädekec im deutschen. Zu Paris unter sebr bescheidenen Verhältnissen geboren, bckleideteec bis zum Jahre I825einen Subalternenposten im Steuer- fache. Zu dieser Zeit veranlaßte ihn die angeborene Lust an literar ischen Beschäftigungen, sich bei einer neuen Ausgabe seines Lieb lingsschriftstellers La Rochefoucauld zu betheiligen, und nachdem diese Spekulation gelungen war, die Werke Racine's drucken zu las sen und neu hecauszugcben, mit welchem Unternehmen er sich dem Buchhandel vollständig zuwandte. Seit dieser Zeit verdankt die Li teratur ihm eine lange Reihefolge werthvoller und stets mit künst lerischem Geschmack ausgestattetec Publikationen. Er selbst war auch, wie Bädcker, Schriftsteller. Unter Andern hat er den Don Quijote ins Französische übersetzt, und um dieses Werk würdig aus- zustakten, machte ec mehrere Reisen nach Spanien, wo er sich mit allen Orten, wo Cervantes gelebt und gelitten, persönlich bekannt machte und alle Materialien selbst sammelte, die der Jllustrirung des von ihm verlegten Buches zum Grunde liegen. Den Schriftstellern gegenüber war er einer der großherzigsten und freigebigsten Verleger, die Frankreich je besessen hat. Regelmäßig zahlte er jedem Verfasser, dessen Werk guten Absatz gefunden, aus freien Stücken ein nach trägliches Honorar, weit über die contractlich festgestellte Summe. Jeder hilfsbedürftige, würdige Literat war sicher, bei ihm Unlerstütz- ungzusinden. Bei dem in unserm„Magazin" zurZeit besprochenen Brüsseler Cvngreß zur Berathung eines internationalen Verlags rechts hat er den französischen Buchhandel mit vieler Umsicht ver treten und dabei mit dem richtigen Gefühle dessen, was eine Nation einerseits ihren bevorzugten Geistern schuldig ist, andererseits aber auch von ihnen fordern darf, gegen die ewige Dauerdes Verlagsrechtes gesprochen. Während des letzten italienischen Krieges war er nach den Ufern des Ticino und des Po gereist, um wieder selbst die Materialien zur Ausstattung eines Werkes über diesen Feldzug zu sammeln, für welchen er, bei seinen Sympathien für die italienische Nationalität und Einheit, ungemein schwärmte. Doch noch bevor dieses Werk erscheinen konnte, bald nach seiner Rückkehr aus Italien, starb Charles Furne am 14. Juli d. I. plötz lich, als er eben ein Bad in einem Badehause nehmen wollte. Sein College, der Pariser Buchhändler Charpentier, hat dem Verstorbenen einen ehrenden Nekrolog in dem von dem Ersteren herausgegebenen ,,5IsKssin de 1 ibrairis" gewidmet. (Mag. f. d. Lit. d. Ausl.) Neuigkeiten der ausländischen Literatur. Französische Literatur. IlnainLi', bl., I.e Noi des 51enetriers. In-18 )esus, 319 p. Paris, V Oadot. l fr. OxkLLiscs, 51 , Oabrielle d'blstree et I» poütigue de Henri IV. In-12., xxiv-278 p. Paris, ^mxot. 3 Ir. 50 c. vxLLV, p , OrZanisation wilitsire des Okinois, ou Na 61,ine et «es armees, »uivi d'un sper^u sur I'administration civil« <ie In Okine. In-8 , xix-428 p. Paris, plan. 6 Ir. Nxsuxtv, IN. I. 51 , Nistoire de Is liberte relij-ieuse en b'rance et de ses fondateurs. Vom. 1. et 2. 2 Vols. ln-18 )esus. XII-927 p. Paris, Obarpentier. 7 Ir. N oovraAe sura 4 volumes. I)8>lvrisiiLi>, 0. /V, Nettres 5 Emilie sur la m^tkoloZie Orand in 8., xn 482 p. et Krav. Paris, purne et Oo. 7 Ir. pnnon, O., Ue» 5I)«iere» du 1-ouvre. 6 Vols. In-8-, 1908 p. Paris 1860, Okappe. 24 Ir. 1''l.onil8X», p., Öes msnuscrits cle Oulkon, svec <Ies kacsiinile de 8uf- son et de ses collsborateurs. In-18 sesus, xcix-298 p. Paris, Oarnier sreres. 3 fr. 50 c. Utsssasrum, 51., Nistoire du Oonservatoire imperial de musigue et de declamation, suivie de documents recueillis et mis en ordre. In 18 sesus, 577 p. Paris >860, Vlicbel l-dv^ freres. 5 Ir. IVIicnLl., I)u traitenient des allectivns cancdreuses et specislement de» csncers du sein, avec beaucoup de saits de Auerison. In-12., 126 p. Paris. 5IicnLi.nl', 4., 1,a pemme. In-18 )esus, l.xx-396 p. Paris 1860, 1,. Nackette et Oo. 3 lr. 50 c. 51ol.iXL »L 8»lX'r-Vox, Nistoire des comtes de Toulouse. 2 Vols. Orand in-8., cxi.iii-799 p., 2 cartes et 1 tablesu. Paris, ^rtbus kertrand. 15 fr. diouvLtv Ouios de l'amateur d'insectes, comprenant les ^dnerslites sur leur division et cb)«t, I'indicstion des ustensiles et des meil- leurs procedes pour leur faire la cliasse, etc.; psr plusieur» inembres de la 8ociets entomolo^igue de 10rsnce. 1n-l8., VIN- 198 p. Paris, V Verrolle. 3 fr. 50 c. pxssv, 51. 0., prsAments d^kistoire littdraire » propo» d'un nouveau manuscrit de cksnsons frsnyaises. Orand in-8., 132 p. Paris. V,i.i.8XLl,vL, 5.., I.» 8oeur de 51olse; suivie de: l« 5lort vivant. 2 Vols. ln-8 , 621 p. Paris, Obappe. 8 f.
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