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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.03.1851
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- 1851-03-11
- Erscheinungsdatum
- 11.03.1851
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- Deutsch
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276 20 schlecht das Unangenehme der thatkräftigen Concurrenz verdecken? Oder soll vielleicht auch hier wieder das Seltene und Originelle solcher Einigkeit (Alle gegen Einen) bei den deutschen Verlegern einen gleichen Eindruck wie das frühere vereinigte Eirculair, nur in anderer Rich tung, Hervorrufen? Das Originelle wenigstens wollen wir bekämpfen, denn ein ähnlicher Fall kam schon einmal vor. Es war dies die vereinigte Erklärung der Düsseldorfer Handlungen, im Jahre 1828, gegen die sich damals neu etablirende Stahl'sche Buchhandlung. Was hat's geholfen? — Wir wünschen dem Etablissement der Herren Lan- tösy und Lampel (oder Leyrer und Bär-iny, je nach Wunsch) den von denselben gehofften Erfolg, und sott es uns freuen, wenn cs Hcn. Lam pel, den wir, wir erklären es wiederholt, nicht persönlich kennen, gelingen wird, den Verlegern ;u beweisen, daß man mit Thäligkeit, Umsicht und den nöthigcn Mitteln, in Ungar» gewiß bedeutendere Geschäfte machen kann, als dies in den letzten Jahren, selbst dem letzten nicht ausgenommen, der Fall war- G. AuS Prag. (Auszug aus einem Privalbricfe.) Ebenso wenig haben Sie wahrscheinlich das neue Circu lar der Pesther Buchhändler zu sehen bekommen, denn es wird nur mit großer Auswahl, die, wie man mir schreibt, auf der * Straße in Leipzig getroffen wird, versandt und ist von einer etwas zitternden Hand überschrieben. Es führt an der Spitze den Wahlspruch: „Viribus »nitis—unsere Politik", woraus man gleich sieht, daß es nicht vom Bezahlen handelt. Ganz im Gegentheil ist das Circular „zur Be wahrung des Ansehens und der Ehre unseres Standes und unserer (d. h. der Pesther) Interessen" erlassen, welche die Herren durch das neue Etablissement des jungen Lampel schwer bedroht erachten. Suchen Sie doch das Etablissements-Circular von Lantosy u. Lampel hervor, da werden Sie finden, daß Herr Georg Kilian diesenselben Herrn Lampel aus allen Tonarten rühmt, theils wegen seiner ausgezeichneten Kennt nisse im Sortiment, theils wegen seines unermüdlichen Fleißes, seiner seltenen Geschäftsgewandtheit und Umsicht, und wegen seiner stren gen Rechtlichkeit. Kann nun Lampel alle diese Tugenden eingebüßl haben, dadurch daß er sich sechs Monate später in Pesth etablirte? So schnell pflegt cs doch nicht zu gehen. Aber Herr Kilian hat auch zu dem in jenem Circular aufgetischten Pickenick fader Witzeleien und Wortspiele mit Lampel's Namen, der in österreich. Mundart „Schäf chen" bedeute, sein Theil beigetragen. Die Herren meinen auch, das Circular von Lantosy u. Lampel lasse sich nicht anders deuten, „als, daß zwei gleiche Herzen sich gefunden, um einträglich zu handeln." Ich glaube aber, der einträglichste Handel, der in Pesth zu machen war, ist gemacht, und Kossuth-Noten wird cs sobald nicht wieder um zusetzen geben. Sie verstehen mich Lassen Sie sich also nicht irre machen, lieber Freund, und ver gessen Sie nickt, daß unser Freund Ruthardt uns den jungen Mann noch ganz besonders aufs Angelegentlichste empfohlen hat, und des sen Wort ist mir unendlich mehr Werth als das der -. Berlin, 9. März. Das gestrige Postpaket bringt mir ein Rundschreiben oder wie man's sonst nennen möchte, der Pesther Herren College»! Ei, ei, liebe Freunde, das scheint mir nicht der rechte Weg zu sein, eine gefürchtete Concurrcnz zu beseitigen. Ich hatte bisher den Herren Lantosy L Lampel noch kein Conto eröffnet, aber schon manches Buch gegen baac geliefert. Von heute ab gebe ich aber die sen Leuten Rechnung, denn für solche Collcgialität in ihrer nächsten Umgebung verdienen die mir strebsam scheinenden Leute ein Entge genkommen aus der Ferne, — und ich bin überzeugt, noch mancher Verleger wird denken und handeln wie ich. H. Ein Wort gegen daS Wort über das Bloch'schc Gehülfcn- Adrcßbuch. Herrn K's. Beleuchtung meines Unternehmens in Nr. 17 des Börlenblattes ist zwar geistreich und pikant, indeß fehlt ihr nur eine Kleinigkeit, sie trifft die Sache nicht, um die es sich handelt, und wird daher von keinem oder doch nur geringem Einflüsse auf das Zustande kommen des Werkes sein. Denn daß eine frühere Unternehmung an der Theilnahmlostgkcit der Interessenten gescheitert, beweist noch nicht, daß dasselbe Loos auch mein Unternehmen treffen müsse, und die Pa rallele mit Lehrlingen und Markthelfern ist zu sehr verunglückt, um ein Wort darüber zu verlieren, der Consequenzen zu gesckweigen, die Herr K. mit sichtbarer Vorliebe zieht, um mich ab*) ribsurlli»» zu füh ren, die aber eben zu weit getrieben ganz nichtssagend sind, und ihren Zweck vollständig verfehlen. Die übrigen in der fraglichen Kritik gemachten Ausstellungen, als zu weit gehende Specialitär der Angaben u. s. w-, erledigen sich von selbst, da es begreiflicher Weise Jedem frei steht, soviel von den Rubriken, abgesehen von der Angabe unerläß licher Daten, auszufüllen, als ihm angemessen erscheint und keinerlei Zwang dabei obwaltet. Ich werde mich daher wenigstens durch diese Kritik in meinem Vorhaben nicht beirren lassen, und ein Unternehmen der Vollendung entgegen zu führen suchen, von dessen Zweckmäßigkeit die rege Theilnahmc durch tagtäglich eingehende zahlreiche Bestellungen und Zuschriften voll Anerkennung und Beifall gewiß keinen geringen Beleg beul, und es wird vielleicht die Zeit kommen, wo die, welche aus Oppositionsgeist mir jetzt entgegentreten, bereuen werden, einem Werke ihre Unterstützung nicht gewährt zu haben, das nur ihr Interesse wie das des gesammlen Buchhandels zu fördern sich zum Zwecke gesetzt hat. vixi. Eduard Bloch. *) Sollte doch all heißen! Auch ein Pathengeschcnk für Herrn Bloch. Nicht minder freudig, als der sehr ehrenwerthe K. in Nr. 17 d- Bl., sind auch wir von der Originalität der Bloch'schen Idee berührt worden, nicht minder tief von unseres K. erhabener, kosmopolitischer Auffassungsweise des Standpunktes eines Buchhandl.-Commis durch drungen. Beneidenswerthes Loos: Buch-hände-leer zu sein, wird mit uns Hr- Block ausrufen! Aber meine Herren, das Alles zieht noch nicht, um Hrn. Bloch Vatecfreuden entgegen zu führen; denn, noch fürchten wir, daß es trotz alledem Hrn. Bloch ergehen könnte, wie wei land des Reiches Bannerträger, als sie „deutsches Reich" ins Oester- reich'sche übersetzen wollten. Die Wiener werden sagen: 's thut's hoalter nit, froagen's moal d' Sckwoaben, — die Berliner werden aus rufen: Ach Jotte doch, is allen's schonst da jewesen, — die Leipziger werden Euch den Faust citiren und mit Mephisto sprechen: „Setz' dir Perücken auf mit ellenlangen Locken w." — Nun so hören Sie denn unfern Rath: Man unternehme nichts ohne die Frauen! kb bien Collegen, wie wäre es, wenn wir Gevatter B. in Grimma u. Wurzen bei Anlegung des Verzeichnisses seine Rubriken dahin erweitern ließen, daß namentlich eine derselben den heirathsfähigen —Princi pal s - T ö ch te r n eingeräumt würde? Nicht wahr, dann würden auch Sie subscribiren — und das Handwerk würde weniger Gefahr laufen — auszusterben! Ein Actionär. Dem Verdienste seine Krone oder: noch Etwas in Betreff des Bloch'schen Gehülfen Adreßbuchs. Der Aufsatz in Nr. 17 d. Börs.-Bl. über diese große, wich tige Angelegenheit des deutschen Buchhandels erschöpft noch nicht ganz Alles, was darüber gesagt werden kann. Herr Bloch ist ein Mann, der für dies edle Streben nicht blos durch Worte allein, son dern auch durch Auszeichnungen gefeiert werden muß. Daher schla-
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