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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.03.1851
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1851-03-11
- Erscheinungsdatum
- 11.03.1851
- Sprache
- Deutsch
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277 1851.^ gen wir vor, Herr Eduard Bloch, der Schöpfer des unentbehr lichen Gchülfcn-Adreßbuchs, möchte die Freundlichkeit haben, sein Portrait in Lebensgröße, herrlich lithographirt, dem Buche als Prämie hinzuzufügcn, und sind fest überzeugt, daß dann alle Besitzer dieses kostbaren Bildes cs sich cinrahmcn lasten und als edelste Slu- benverschönerung aufhängcn werden- Den Herren Gchülfen des deutschen Buchhandels wäre zu em pfehlen, eine Jmmediat-Vorstellung an den Kaiser von China zu entwerfen, worin sie denselben auf Herrn E. Bloch's unsterbliche Ver dienste aufmerksam machen und um Ertheilung eines chinesischen Ehrenzeichens für den großen Mann alleruntcrthänigst ersuchen. Die Abbildung dieser Verdienst-Medaille könnte dann den zweiten Jahr gang des unentbehrlichen Buches schmücken.^ Nachdem nun einmal die unermüdliche, vielleicht noch nie da- gcwcscnc Erfindungsgabe des Herrn E. Bloch sich Bahn gebrochen hat, würde er ein Großes weiter thun, wenn er neben dem schon begehrten Lehrlings-Verzeichniß auch einen „praktischen Ex porteur- und Laufburschen-Kalcnder" folgen ließ; von selbst versteht es sich, daß hierin deren eheliche und andere Kinder nicht fehlen dürfen. Unu« pro multis. Das Verzeichniß der Buchhandluiigs-Gchülscn. Herr E. Bloch, Geschäftsführer der Sortimentsduchhandlun- gen des Verlagscomptoirs in Grimma und Wurzen, hat mittelst Cir- culairsvom 15- Febr. sämmtliche Buchhandlungs-Gehülfen aufgefordert, ihm zum Zweck der Herausgabe eines Verzeichnisses derselben, ihre Namen, Geburtsjahr, Placements re- anzugeben- Die Annehmlich keiten, welche ein solches Verzeichniß darbietet u. dasallgemein In teressante dieses Unternehmens ist so einleuchtend, daß wir hier in eine nähere Erörterung desselben wohl nicht einzugehen brauchen. Wir begrüßen die Idee mit Freuden, und betrachten dieses Schriftchen als einen dankenswerthen Zuwachs zur Statistik des deutschen Buch handels. Das Haupterforderniß eines solchen Verzeichnisses ist möglichste Vollständigkeit; um diese aber zu erreichen, scheint uns der von Herrn Bloch angesetzte Termin der Rücksendung des Circulairs bis Mitte März etwas zu kurz, und würden wir um des Unternehmens selbst willen wünschen, daß dieser Termin noch um einen Monat verlängert werden möge. Soll das Verzeichniß von nachhaltigem Werth sein, so ist es ein unbedingtes Erforderniß, daß dasselbe in bestimmten Zeit räumen revidirt und neu herausgegeben werde, wie denn auch Herr Bloch beabsichtigt, das Verzeichniß alle zwei Jakre zu erneuern. Nur dem Umstande, daß es dem jetzt vorhandenen Gehülfen-Verzeichniß, welches übrigens nun schon längst veraltet ist, da es bereits vor 8 bis lO Jakren erschien, an Vollständigkeit mangelt und dasselbe nie erneu ert wurde, müssen wir es zusckreiben, daß jenes Schriftchen so wenig verbreitet und jetzt fast gar nickt mehr bekannt und beinahe vergessen ist. Im Interesse des Unternehmens und in ihrem eigenen, fordern wir sämmtliche Buchhandlungs-Gehülfen auf, Herrn Bloch sein Vor haben durch bereitwillige Einsendung ihrer Adressen ic. zu erleichtern. Herr Bloch verdient gewiß die zuvorkommendste Unterstützung aller Be- thciligten umso mehr, da die Zusammenstellung eines Verzeichnisses der Gehülfen schon ihres w e chsel n den Aufenthaltsorts wegen, sehr schwie rig ist, und nicht zu billigen wäre es, wenn von Einem oder dem An dern aus irgendwelchen Gründen das Circulair vom 15. Febr-, welches wir allen Gehülfen aufs Angelegentlichste zur umfassendsten Be rücksichtigung empfehlen, unbenutzt bei Seite gelegt würde. Unerläßlich ist es, daß auf das Schriftchen recht zahlreiche Bestel lungen eingehen, denn nur dadurch allein, kann das Fortbestehen des selben, ohne welches das neue Verzeichniß in wenigen Jahren ebenso wcrthlos sein würde, wie jetzt das alte, gesichert werden. Wir wün schen dem Unternehmen von Herzen ein fröhliches Gedeihen! ÜI. tt. li. An merk. Wir brachten in dieser Angelegenheit die Ansichten von verschiedenen Seiten, müssen nun aber bitten, dieselben im nichtamilichcn Thcile des Börsenblattes für geschlossen zu betrachten, indem wir für Wichtigeres und Ernsteres oft kaum Raum genug haben, geschweige für das ?ro und 6ontra eines Büchelchens, von dem das Wohl und Wehe des deutschen Buchhandels noch lange nicht abhängt. Die Redaction. Entgegnung. Ein gewisser Herr X. V. 2. (abgenützte Formel zur Verhüllung eines Namens) erlaubte sich in Nr. 17 d. Börscnbl- über mein Verfahren sich zu moquiren, welches ich anwandle, um dem in meinem Ver lage erschienenen „Handwörterbuch für den histor. und doctrincllcn Religionsunterricht" eine größere Verbreitung zu verschaffen. Meine Rechtfertigung möge X. V. 2. nur in folgenden zwei Punkten suchen: 1) Ich würde dieses Verfahren nicht erwählt haben, sobald sich die Herren Sortimenter, inol. X. V. 2., mehr für das oben ge nannte Werk, welches anerkannt einer Verbreitung fähig ist, verwandt hätten. 2) Durch die bisherige sehr geringe Verwendung für das Handwör terbuch von Seiten einzelner Herren Sortimcntsbuchhändler nahm ich an, daß sich vielleicht einige dieser Herren nicht gern mit dem Vertrieb eines solchen Werks befassen wollen, weshalb ich den Leh rern, Seminaristen rc. bei di reck er Beziehung einen ermä ßigten Preis in Aussicht stellte, welcher sich aber nur auf einige A Rabatt und Freiexempl. (bei Abnahme einer größeren Partie) be schränkt. Auf eine weitere Erklärung kann ich mich bei anonymen An griffen nicht cinlasscn, die ich überhaupt fernerhin nicht beachten werde- — Sollten übrigens einige der Herren College» die erhaltenen Bcischlüsse nicht befördern wollen, so bitte ich um gefällige Rücksen dung und werde mich darnach richten und künftig ebenso verfahren. Neustadt a. d. Orla, den 2- Mär; 1851. I. K. G. Wagner. Erklärung. Die in Nr. 16 und 18 dieses Blattes enthaltenen Artikel: „Ein literarischer Rcchtsfall " „Zur Ergänzung." „Zwei Briefe von Herrn F. Schneider in Berlin" habe ich weder geschrieben, nock deren Abfassung veranlaßt. Ich bitte die Herren Einsender, dieser meiner Erklärung keine irgendwie ver letzende Deutung geben zu wollen. Mein Zweck ist lediglich der: den Verdacht von mir abzuwenden, als hätte ich nickt den Mutb, dasjenige mit meiner Unterschrift zu vertreten, was ich in Angelegenheiten, welche näher oder ferner mich berühren, zu sagen für nöthig erachte. Berlin, 8. März 1851. Carl I. Klein ann. MiSccllen. Die Deutsche Allgem. Zeitung Nr. 121 vom 6. März bringt Nachstehendes: Die Beschlagnahme des Ha rkort'schen „Bücger- un d Bauerbriefs" gibt immer nock viel zu sprechen. Es ist ein gewisser Zusammenhang zwischen dieser Maßregel und der Bitte des Buchhändlers Schneider an Hrn. Harkort, die Herausgabe der Schrift doch lieber ganz zu unterlassen, nicht zu verkennen. Man fragt sich: woher wußte die Polizei , daß Hrn. Schneider der Verlag übertragen war? und woher, nach dem Refus von Seiten des Letzter», war ihr der neue Verleger bekannt? Sollte es wahr sein, daß die Polizei mit dem Inhalte des Manuskripts genau bekannt war, bevor Hr. Schneider noch die Ablehnung des Verlags ausgesprochen hatte, so wäre der Zusammenhang schon deutlicher. Hr- Schneider soll es sonst lieben,
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