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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.06.1852
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1852-06-29
- Erscheinungsdatum
- 29.06.1852
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- Deutsch
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894 ^ 60 wobei jedoch der Architekt sich ausdrücklich dagegen verwahrt, daß er nicht dafür einstchcn könne, daß dieser Anschl.rg nicht überstiegen werde, sofern sich bei dem wirklichen Angriff des Baues ergeben sollte, daß einige Reparaturen, die für jetzt noch als vermeidlich an gesehen worden wären, sich nicht verschieben ließen. Der zweite An schlag, welcher die vollständige Herstellung des Gebäudes, einschließlich der Erneuerung des äußern Anstrichs umfaßt, erreicht die Höhe von 3000 Thlr.; allein für diesen Fall würde cs fast unerläßlich gewe sen sein, gleichzeitig die Einrichtung zur Beleuchtung des Hauses mit Gas zu treffen. Diese erheischt allerdings einen weitern Auf wand von 1800 Thlrm, steigert dagegen die sichre Aussicht kür gün stigere Vcrmiethungen in demselben Grade, in welchem gegenwärtig die großen Mängel der Oelbeleuchtung empfunden werden. Zur Bestreitung dieses Aufwandes ergebe der Haushaltungsveranschlag auf das laufende Jahr, abzüglich der statutenmäßig zur Ausloosung zu bringenden Actien, einen Uebcrschuß von etwa 1200 Thlr-, dessen Verwendung zu diesem Zweck um so unbedenklicher erscheine, als nach dem Actienvertrag die Reparaturkosten des Hauses in der ersten Reihe der Ausgaben genannt würden. Wegen des Mehrbe darfs habe der Verwaltungsausschuß sich genöthigt gesehen, die Mithilfe des Börsenvorstandes, als Vertreters der Haupteigenthümcr des Gebäudes, in Anspruch zu nehmen, und dieser in einer Tags vorher gehaltenen Sitzung beschlossen, sich auf die unerläßlichen Re paraturen zu beschränken. Lasse sich nun auch vorausschen, daß sich daran später ein bedeutend erhöhter Aufwand knüpfen werde, so habe sich doch der Verwaltungsausschuß dem Beschlüsse des Börsenvor- standcs zu unterwerfen gehabt, und cs erübrige nur noch, die Ge neralversammlung um ihre Zustimmung zur Verwendung des ver fügbaren Uebcrschusses auf dgs künftige Jahr zu den Reparaturkosten anzugehen. Auch diese Zustimmung wurde einstimmig ertheilt, und gleich zeitig ein mit der Feststellung dieses Uebcrschusses in nächster Ver bindung stehender Antrag des Herrn Friedrich Brockhaus, als frühcrn Eassirers des Verwaltungsausschusses, zum Vortrag und zur Erledigung gebracht. HerrF-B rock Haus hatte sich nämlich, unmit telbar nach Ucbernahme seines Amtes, auf einen im Rcvisionsausschuß durch Herrn EduardVieweg gestellten Antrag bewogen gefunden, die Verpflichtung zu übernehmen, den jedesmaligen Eassenbcstand des Amortisationsfonds mit 4dh zu verzinsen, obgleich derselbe jeden Augenblick zur Verfügung gehalten werden muß und deshalb von dem Cassirer nicht füglich benutzt werden kann, aus welchem Grunde der gegenwärtige Eassirer, Herr Engelmann, dieser lästigen und unbilligen Verpflichtung bei Ucbernahme seines Amtes enthoben wor den ist. Nun war aber noch während des Baues ein Theil der da mals unbenutzt daliegendcn Gelder in württembergischen Pfandbrie fen zu 3^ dH Zinsen angelegt worden , die während der ganzen Amts dauer des Herrn Brockhaus als Eassenbcstand geführt und von ihm unter diesem mit verzinst worden sind, ohne Rücksicht darauf, daß gleichzeitig die direct erhobenen Zinsen dem Amortisationsfonds verrechnet wurden. Herr Brockhaus hat mithin nicht nur einen Theil des Eassenbestandcs verzinst, welcher erweislich gar nicht vor handen war, sondern auch einen andern Theil zeitweilig sogar dop pelt verzinst, und cs ist aus diesem Versehen dem Amortisations fonds nach den sorgfältigsten Ermittelungen ein Saldo von 164 2 N-s 4 ^ zugewachsen, für welchen auch nicht der entfernteste Rechtstitel vorhanden ist. Herr Brockhaus hat deshalb schon bei der definitiven Abrechnung, bei welcher sich dieses Verhältniß zuerst herausstellte und von den mit der Prüfung der Abrechnung bestellten Ausschußmitgliedcrn anerkannt wurde, auf Erstattung dieser ohne Verbindlichkeit bezahlten Zinsen angetragen. Es ist inzwischen diese Angelegenheit in der letzten Generalversammlung, weil Herr Mai- noni, welcher darüber allein vollständige Auskunft zu ertheilen im Stande war, dieselbe noch vor dem Schluß, Behufs einer beabsich tigten Reise verlassen hatte, nicht zum Vortrag gekommen. Da gegenwärtig die Richtigstellung des Uebcrschusses von der Beschlußnahme über diesen Antrag bedingt ist, so hielt sich der Vor sitzende berechtigt, dieselbe noch in dieser außerordentlichen Versamm lung zur Erledigung zu bringen. In dessen Folge, und da insbe sondere Herr Stadtrath Fleischer die thatsächliche Richtigkeit des gemachten Anführens allenthalben bestätigte, wurde die Erstattung der fraglichen Summe als eine Pflicht der Billigkeit allseitig aner kannt, und der Vcrwaltungsausschuß zu deren Berichtigung er mächtigt. In der acht Tage später, für den 13. Mai Abends um 6 Uhr, anberaumten ordentlichen achtzehnten Generalversammlung standen die Rechnungsablagen auf das vergangene Jahr, die Beschlußnahme über den Haushaltungsplan für das laufende Jahr, die Wahl zweier neuen Mitglieder in den Revisionsausschuß und die Ausloosung von sieben Actien auf der Tagesordnung. Aus dem auf Ersuchen des Unterzeichneten Vorsitzenden, von Herrn Mainoni vorgetcagenen Rechenschaftsberichte ergab sich vor allen Dingen, daß das Rech nungsweck durch Beschränkung der Rcchnungsablage auf das Ka lenderjahr, an Uebersichtlichkeit und Sicherheit ganz ungemein ge wonnen hat, daß aber auch im Uebrigen die bei Annahme des letz ten Voranschlags gehegten günstigen Erwartungen sich allenthalben verwirklicht gefunden haben. Auf das Rechnungsjahr 1851 hat Rthlr. 3879 10 3 die Einnahme, und - 2231 15 1 die Ausgabe betragen; woraus sich Rthlr. 1647 25 N-s 2 ^ Uebcrschuß crgiebt. Von diesem sind 820-/I 10 N-s —L». in königl. sächsischen vier und ein halbprocentigen Papieren angelegt, und 556 — N-< 9 L>, müssen für bereits verfallene Zahlungen zur Verfügung ge halten werden, so daß der baare Easscnbestand sich auf Rthlr. 327. 20 N-s 3 beschränkt. Der Voranschlag auf das laufende Jahr weist Rthlr. 4319 1 N-s — an Einnahme, - 2920 14 - 2 - an Ausgabe nach, und läßt Rthlr. 1398. 16 N-s 8 Sa. Uebcrschuß, wovon je doch die Rthlr. 164. 2 N-s 4 ^ in Abzug zu bringen sind, welche nach dem in letzter Generalversammlung gefaßten Beschlüsse, Herrn Brockhaus zu erstatten sind, so daß der wirkliche Uebcrschuß sich auf Rthlr. 1234. 14 N-s 4 ^ vermindert. Es ist hierbei auf die Ausloosung der statutenmäßig zur Rückzahlung gelangenden sieben Actien ebenfalls bereits Rücksicht genommen worden, und würde, ohne die erforderlichen Reparaturen, dieser Uebcrschuß zu einer außeror dentlichen Verloosung haben verwendet werden können. Wie die Sache gegenwärtig liegt, äst jedoch zu diesen Reparaturkosten noch ein erheblicher Zuschuß nothwendig, welchen auch die letzte Eantate- versammlung der deutschen Buchhändler, auf Vorschlag des Börsen vorstandes, unter vorläufiger Ablehnung des zur Einführung der Gasbeleuchtung veranschlagten Aufwandes, mit Rthlr. 1800 bereits wirklich verwilligt hat. Sowohl die Rcchnungsablage auf das Jahr 1851, als auch der Voranschlag für das laufende Jahr wurden hierauf von den Anwe senden einstimmig gut geheißen, und der Revisionsausschuß ermäch tigt, dem Verwaltungsausschuß die nach Vorschrift des Statuts er forderliche Decharge, unter Anerkennung seiner sorgsamen und um sichtigen Geschäftsführung, zu ertheilen. Nach Erledigung dieser Angelegenheit und auf vorgängige Re- cognition der Unverletztheit der in letzter Versammlung angelegten Siegel, wurde demnächst die Büchse, welche die noch unverloosten Actiennummern enthält, notariell eröffnet, und die Ziehung von
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