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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.03.1873
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1873-03-31
- Erscheinungsdatum
- 31.03.1873
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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1202 Nichtamtlicher Theil. It? 74, 31. März. D. Neimer in Berlin. 3025. Xvilseliiifl cler OesellZelia.t't k. Lrälcnnäe ru öerllu. HrsA. v. ^V. Xoner. 1873. 8. Lä. (6 Ufte.) 1. R5t. Ar. 8. pro dplt. 3^/-; NoSncr in Wien. 3026. Mautncr, E., Carl La Roche. Gedenkblätter zur Feier seiner vier- zigjähr. ruhnireichen Wirksanikcit am k. k. Hof-Burgtheatcr in Wien. l6. ' -/z ^ Sacco Nackfolger in Berlin. 3027. stGgmont, Graf, n. das schöne Mädchen v. Brüssel. 23. u. 24. Lsg. pr. 8. L 3 N-i 3028. stStarck, R., die bleiche Agathe. Roman. l7. u. 18. Lsg. gr. 8. ä 3 N-f Schotte K» (5o. in Berlin. 3033. st lianiau», 6., dis LebuiettsrliiiFS Dsiitsclilrinds u. dsr an Frsnrsndsii Länder. 10. Ult. Fr. 4. In 6omin. ** 27 ch. X-f Timion in Berlin. 3034. Arbciterfrciind, der. Zeitschrift d. Centralvcreins in Preußen f. das Wohl der arbeit. Klassen. Hrsg. v. V. Böhmert u. R. Gneist 11. Jahrg.'l873. 1. Hst. gr. 8. pro cplt. *'3 ^ 3035. kin)«or, I'., VdbandliiiiFSii aus dein Liooess ii. Ltratrsodt. Fr. 8. » 1 24 B. Tanchnip in Leipzig. 3036. Oolleoliou ok driti6li ki-utdors. Oop^riAliti eä. Vol. 1308. a. 1309. Fr. 16 ä, ^ ^ Inlislt: Xt-nelm Oliilliugl^ dzi L. vnlwsi, L-oiU 2 Vol«. A. Schindler in Berlin. 3020.He)'tzi', li., dis ^stäen-6s8sl1solig.ttsn. I. Vbtli. Ois Lanleen. V. Dis clentsobsn Lanleen. 16. litt. Lex.-8. * ^ >1 Schlirkc in Leipzig. 3030. Lchick, E„ allgemeine Waarcnkunde in gedrängter shstemat. Darstcllg. u. m. besond. Berücksicht, der statist. Verhältnisse. 3. Aufl. gr. 8. 2 3031. Dickmann, F., ländliche Lebensverhältnisse m. dem Lichte d. Glaubens an den Auferstandcnen beleuchtet in Dorfpredigten. 2. Hst. gr. 8. * ^ Schneider s Verlag in Mannkcim. 3032. st Kriegs-Poesie, die, der I. 1870—1871 geordnet zu e. poet. Ge schichte. 1. Bd. gr. 16. 1^ 3037. Krüger, I., die Romanheldinnen. Launige Erzählg. 8. ^ ,z> Volger Sc Klein in Landsbcrg. 3038. st Volxer, L., die Imuptsüsbliolistsn VerluFs-VsiünderunFöii in, Liieü-, Kunst-, Uiisillalisu- n. I,andienicke n - L und e 1 vüirrsnd der 10 I. von 1863 bis inol. 1872. 8. * 16 dl/ Wcidmaiinsche Buciih. in Berlin. 3030. llomei'8 Odyssee. Lrlrlüick V. ck. II. Lassi. 1. Ld. 6. Vuü. LesorFt v. IV. 6. lla^ssr. Fr. 8. 18 Ist/ 3040. Illvi, Ist, ab nrbs sondita, Irbri. Lrlclüick v. IV. IVsisssnborn. 8. Ld. 2. Vnü. Fr. 8. ^ 3041. DIink; dicke«. Lriclürt v. I. tllassen. 1. Ld. 2. Vull. Fr. 8. ^ / 3042. Xenopkious ans-busis. Lrlliüick v. 6. ksbduntr. 1. Ld. 3. Vull FI'. 8. Vs Nichtamtlicher Theil. Der Verlagsbuchhandcl und der neue Buchdrucker-Tarif. Wenn man dem Verfasser des in Nr. 68 d. Bl. enthaltenen Artikels: „Gedanken nach Lesung des neuen Buchdrucker-Tarifs" nur dankbar verpflichtet sein kann, daß er diesen gegenwärtig so wichtigen Gegenstand für den Buchhandel zur Sprache gebracht hat, so dürften doch einige Sätze in demselben, namentlich solche, die offenbar auf einer allzu pessimistischen Anschauung zu beruhen scheinen, einiger Berichtigungen bedürfen. Thatsache ist doch gewiß heute, und dieselbe hat auf dem Con- greß zu Weimar die vollste Bestätigung erfahren, daß nur durch Annahme des neuen Tarifs eine Einigung und ein dauernder Friede zwischen den Buchdruckern und ihren Gehilfen geschaffen werdcnkonntc. Die Buchdrucker haben, indem sie zu den denkbar weitgehendsten Eon- cessionen die Hand boten, bewiesen, daß ihnen die Prinzipien der Humanität in erster Linie am Herzen liegen, durch diesen Compromiß nun aber auch sich gerechten Anspruch auf das vertrauensvollste Ent gegenkommen der gesummten Gehilfenschaft erworben. Die Zeit wird demnach nicht mehr fern sein — Jahre! wie der Verfasser obengenannten Artikels behauptet, wird es dazu nicht be dürfen —, wo alles wieder zur alten Ordnung zurückgekehrt sein wird, und es ist sogar sicher anzunehmen,-daß die Production, trotz des höheren Tarifs, nicht nur nicht unter der vorjährigen Zahl Zu rückbleiben, sondern diese vielmehr erheblich übersteigen wird. Zieht man die fortschreitende Bildung, den in Aussicht stehenden Wegfall der berüchtigten Zcitungs- und Kalendersteucr, und den — trotz aller andern Steuern — sichtbar im Zunehmen begriffenen Wohl stand Deutschlands in Betracht, so ist durchaus nicht anzunehmen, daß Production und Absatz abnehmen werden. Unser „Hinrichs" wird uns seiner Zeit den Beweis dafür liefern, denn nicht nur hier an! Hauptvcrlagsort, sondern überall im Deutschen Reich liegen TausendevonManuscripten, diesehnsüchtigderfleißigenHändewarten, welche sie ans Tageslicht fördern sollen. Unter der Menge der zu «wartenden Druckerzeugnisse werden zwar freilich wieder eine große Anzahl räudiger Schafe mit unterlaufen; dies aber zu verhindern, ist weder ein Tarif noch sonst ein Gesetz im Stande, denn die Lust am Prodnciren ist nun einmal das charakteristische Merkmal unserer Tage. Es tritt ferner der nicht minder wichtige Umstand hinzu, daß unser neu erworbenes Reichsland Elsaß-Lothringen schon jetzt ein nicht zu unterschätzender Consument des deutschen Büchermarktes geworden ist und in Zukunft naturgemäß immer mehr werden muß. Und blicken wir endlich hinüber nach Amerika! Welch' enormer Absatz an deutscher Literatur wird nicht dorthin allwöchentlich nur allein durch unsere Hansestädte vermittelt; der indirecten Wege hierbei gar nicht zu gedenken! Es leben daselbst 5 Millionen Menschen deutscher Abkunst. Dieselben befinden sich — Dank den freiheitlichen Institutionen und der damit eng zusammen hängenden großartigen Entwickelung der transatlantischen Republik — durchschnittlich in der glücklichen Lage, unserer Literatur ein nicht unbeträchtliches Scherflein zuzuwenden, und für diese sind Bücher — wie dies allerdings leider in Deutschland nur allzu häufig noch der Fall ist — kein Luxusartikel mehr. Je weiter sich aber iu diesem Welttheil mit dem germanischen Element die Cultur nach Westen verbreitet, desto mehr fühlen die in die Ferne gerückten Pionniere, daß sie sich geistig dem Muttcrlaude nicht entfremden dürfen. Wer da weiß, mit welch' freudiger Erwartung die Be wohner von Tausenden von Dörfern und einsamen Farmen am Ohio oder Mississippi den Büchersendungen aus Deutschland entgegen setzen, der wird die Tragweite des Gesagten zu ermessen wissen. Und so wie in Amerika, so ist es allenthalben, wo Deutsche die Erde bewohnen. Je mehr das Deutsche Reich erstarkt, je mehr — und dies sollte jetzt unsere schönste Aufgabe sein — eine freie Presse durch eine weise Gesetzgebung die schönsten Blüthen unseres deutschen Geisteslebens sich entfalten läßt, um so sicherer wird die deutsche Production ihren civilisa- torischen Rundgang um die Erde vollenden und damit alle gegen seitigen, trüben Anschauungen zu nichte machen. Johannes Weber.
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