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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.11.1873
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1873-11-11
- Erscheinungsdatum
- 11.11.1873
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Erscheint airher Sonntags täglich. — Bis find S Uhr eingehende Anzeigen kommen in der nächsten Nummer Börsenblatt Beiträge für das Börsenblatt sind an die Nedaction — Anzeigen aber au die Expedition desselben zu senden. für dm Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandtm Geschäftszweige. Eigenthum de» BörsenverclnS der Deutschen Buchhändler. Amtlicher Theil. Hauptversammlung der Corporation der Berliner Buchhändler. Montag, den 27. Octobcr 1873. Der Vorsteher, Hermann Kaiser, erössnete die Sitzung um 7H Uhr Abends und erstattete nachstehenden Bericht über das ver flossene Vereinsjahr' „Der Bericht, welchen der Vorstand die Ehre hat unserer heu tigen Hauptversammlung über das verflossene Vereinsjahrzu erstat ten, knüpft in verschiedener Hinsicht an den Bericht über das vorver gangene Vereinsjahr an. Der Vorstand hatte bereits im Herbste 1872 die einleitenden Schritte gethan, für unsere Corporation die bis dahin immer noch entbehrte staatliche Anerkennung durch Verleihung der Rechte einer juristischen Person zu erlangen. Gleichzeitig war der Wunsch rege geworden, die Competenz des Hauptausschusses dahin zu erweitern, daß derselbe im Stande sein sollte, in Streitfällen auf besonderes Verlangen der Parteien als Schiedsgericht im Sinne der All gemeinen Gerichts-Ordnung zu fungiren. In einer außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. März d. I. hat die große Mehrzahl der anwesenden College:: diese wichtige Aenderung in der Stellung unseres Hauptansschnsscs gntgehcißen, gleichzeitig aber auch diejenigen Aendcrnngcn unseres Statuts an genommen, welche uns von Seiten der Königlichen Ministerien des Innern und der Justiz als nothwendig zur Erlangung der Corpo- rationsrechte vorgeschrieben worden waren. So war der Vorstand in der Lage, die Genehmigung des mit Ihrer Zustimmung abgeänderten Statuts beantragen zu können. Seine Majestät der König haben hierauf mittelst Allerhöchsten Erlasses vom 17. Mai d. I. unserer Corporation die Rechte einer juristischen Person zu verleihen geruht, nnd der Vorstand konnte im Juni das neu gedruckte, nunmehr gültige Statut, wie es in der Hauptversammlung vom 14. März angenommen worden ist, den geehrten Mitgliedern unserer Corporation zugehen lassen. Haben wir somit jetzt im fünsundzwanzigsten Jahre des Be stehens unserer Corporation den wesentlichen Vortheil erreicht, in allen unfern engeren Kreis wie den gesawmten Buchhandel angehen den Fragen als eine staatlich anerkannte Corporation anstretcn zu können, so wollen wir umsoweniger vergessen, daß wir doffe günstige Wendung unserer Stellung lediglich der anerkennenswe> :.M per sönlichen Verwendung unseres damaligen Vorstehers, des Herrn Alexander Dunckcr, verdanken, der sich durch den glücklichen Er folg seiner dahin zielenden Bemühungen ganz besonders um unsere Corporation verdient gemacht hat, und dem Sie hierfür in unserer heutigen Hauptversammlung gewiß gern Ihren Dank bezeugen werden. (Der Vorsteher bedauert lebhaft, daß Herr Alexander Duncker Vierzigster Jahrgang. behindert ist, in der heutigen Hauptversammlung zu erscheinen, er fordert die Anwesenden aus, dem aufrichtigen Danke gegen Herrn Alexander Duncker dadurch Ausdruck zu geben, daß sie sich von ihren Sitzen erheben, welcher Aufforderung die Versammlung ein stimmig Folge leistet.) Die in der vorjährigen Hauptversammlung eingesetzte Com mission zur Berathung der Frage wegen Erwerbung eines Grund stückes zu Zwecken der Corporation wird Ihnen in einem besonderen Berichte Rechenschaft über das Ergebniß ihrer bisherigen Thätigkeit mitthcilen. In einem an den Vorstand gerichteten, gleichzeitig auch im Börsenblatte zum Abdrucke gekommenen Schreiben hat der Vorstand des Vereins der Deutschen Sortimentsbuchhändler die Bitte aus gesprochen, es möge von Seiten des Vorstandes dahin gewirkt wer den, daß die Bestellungen aus den Verlag solcher Berliner Verleger, die nicht in Leipzig ansliesern lassen, schneller als bisher von hier nach Leipzig expedirt werden möchten. Der Vorstand ist der Ansicht, daß es lediglich im Interesse jedes einzelnen unserer Genossen liegt, in dieser Beziehung den Wünschen seiner Correspondcnten nachznkommen. Er kann jedoch nicht unterlassen, bei dieser Gelegenheit recht nachdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß die Bestellungen auswärtiger Hand lungen, die hier keinen Commissionär halten, oft ganz ungewöhnlich spät hierher gelangen, nnd daß ferner die seit Jahren bestehende Einrichtung, wonach es jedem auswärtigen Costegen gestattet ist, seine für Berliner Verleger bestimmten Verlangzettel in einem Briefe an unsere Bestellanstalt zur Vertheilung einzuschicken, ver- hältnißmäßig nur wenig benutzt wird. Der Vorstand wird zunächst durch wiederholte Bekannt machungen im Börsenblatte ans diese Vcrkchrscrleichterung auf merksam machen, außerdem auch Versuche mit einer wöchentlich ein- oder mehrmaligen Sendung von Eilballen nach Leipzig anstellen. Je nach dem Ausfälle dieser Versuche behält sich der Vorstand wei tere Mittheilungen hierüber vor. Dagegen ist der Vorstand für den Bezug unserer täglichen gemeinsamen Sendungen von Leipzig hierher schon seit dem Juni d. I. mit der hiesigen Allgemeinen Transport-Gesellschaft in Ver bindung getreten. Die veränderte Spedition dieser Sendungen bietet uns den großen Vortheil, daß unsere Beischlüsse jetzt erst in den Nachmittagsstunden von den Commissionären in Leipzig geschlossen werden, während sie bisher schon Mittags abgefertigt werden mußten. Wenn dennoch allmonatlich ein- oder zweimal Verzögerungen um einige Stunden in der Ausgabe der Packele hier vorgekommcn sind, so liegen diese lediglich in Betriebsstörungen auf den betreffen den Bahnstrecken Leipzig - Magdeburg, Magdeburg - Berlin, gegen welche eben der einzelne Empfänger nichts thun kann. Im Uebrigen muß jedoch anerkannt werden, daß die Spedition 563
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