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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.11.1853
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1853-11-23
- Erscheinungsdatum
- 23.11.1853
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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1914 Es wurden in den 7 Monaten des laufenden Rechnungsjahres an 35 Hilfsbedürftige Unterstützungen bewilligt und zwar ») an 7 Buchhändler: 2 5 50; 1 5 45; 1 5 41; 2 5 36; 1 5 20; . . . --- 278^S d) an 18 Wittwen, Frauen, Töchter und Söhne: 1 5 100; 2 5 72; 2 5 60; 6 5 50; 1 5 36; 3 5 20; 2 5 10; 1 5 8; 788 - e) an 10 Gehülfen: 1 5 75; 1 5 60; 1 5 30; 2 5 20; 1 5 16; 15 10; 2 5 5; — 277- in Sa, 1343^ Diese Unterstützungen sind nach folgenden 22 Ortschaften gerichtet worden: Berlin; Breslau; Cöln; Dresden; Eisleben; Erfurt; Frankfurt a. M.; Graudenz; Greiz; Hadamar; Halle; Iserlohn; Leip zig; Mainz; München; Münster; Naumburg; Passau; Potsdam; Rudolstadt; Schweidnitz; Sorau. Der Reservefonds betrug am I. April d. I. 4600^. Statuten mäßig mußten in denselben gelegt werden die Posten all 4—9 der Ein nahme, mit 223 — S-f — K und >/s der Beiträge der Mitglieder (1371^) mit 274 - 7 - — - der Saldo-Vortrag aä 1 der Einnahme mit . . 12 - 26 - 6 - in Sa. 510^ 3 S-f 6 K, Es sind dafür für 500^ Staatspapiere angekauft. Demnach be trägt der Reservefond jetzt in Staatspapieren die Summe von 5100 und zwar: 1) in Stadtobligationen 2800.^ 2) in Staatsschuldscheincn 2000 - 3) in Sechandlungsprämienschcinen 300 - 5100 ^ Nachdem auf die Aufforderung des Vorstehers, ob Jemand über diesen Bericht Etwas zu bemerken habe, Niemand das Wort ergriffen hatte, wurde zum 2. Gegenstände der Tagesordnung übergegangen, nämlich zur Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes für den ausschcidenden Herrn Müller. Die Versammlung wählte durch Acclamation den Ausgeschiedcncn wieder auf neue 5 Jahre. Hierauf theilte der Vorsitzende folgendes Schreiben an ihn mit: Wien, 28. Oct. 1853. Aus dem mir so eben zugekommene» Börsenblattc habe ich ersehen, daß Sonntag den 30. d. M- in Berlin abermals der „Verein zur Unter stützung hülfsbedürftiger Buchhändler re." in einer General-Versamm lung zusammentritt, was mich hiermit veranlaßt, Ihnen die ergebene Anzeige zu machen, daß ich Ihnen im Laufe der nächsten Woche eine mit vielen (einigen 60) Unterschriften versehene Liste des Anschlusses und Beitrittes in Ihren Verein einhändigen und, wenn möglich, den für die ses Jahr noch gezeichneten Beitrag mitfolgen lassen werde- A. Gehülfe. Es erregte dasselbe die allgemeine beifällige Theilnahme und den Dank der Versammlung. Nun wurde zum 3. Gegenstände der Tagesordnung, und zwar zuerst zum Anträge wegen Aenderung des §. 20 übergcgangen. Der Vorstand stellte folgenden Antrag: Der betreffende §. 20 lautet also: §. 20. R echn ungsablegung. „Jedes Jahr mit dem Schluffe des Monats März hat der Cassircr seine Bücher abzuschlicßen und solche nebst allen Belegen und dem Caffen- bestande dem gesammten Vorstand vorzulegen, welcher Alles prüft und nach Richtigbesinden eine vorläufige Anerkennung crtheilt. Die defini tive Rechnungs-Revision wird dem Rechnungs-Ausschuß des Börsen- Vereins in Leipzig übertragen und soll in der nächstfolgenden Leipziger Jubilate-Messe bewirkt werden." Nachdem es nun seit vierzehn Jahren nicht möglich war, vom Rech- nungsausschusse des Börsenvereins in Leipzig eine Decharge für den Vorstand zu erhalten, welche derselbe jetzt nicht mehr länger entbehren kann, und nachdem der Vorstand auf ernstliches Andringen deshalb nach stehendes Schreiben des Rechnungsausschusses in Leipzig erhielt: „An den Vorkiand des Vereins zur Unterstützung hülfsbedürftiger Buchhändler in Berlin." „DurchJhrenKassirer, Herrn Ludw. Oehmigke, wurde uns während der Messe das Kassabuch nebst den Belegen für Ihren Verein zur Prü fung und Decharge-Ertheilung übergeben. ^ 146 Da indeß diese Arbeit gar nicht zu den Functionen der Rechnungs- Deputation des Bdrsen-Vereins gehört, und da dieselbe auch schon durch die Controlle der Börsenvereins-Caffe und der Rechnung über das Bör senblatt während der Messe zu bedeutend in Anspruch genommen wird, so sahen wir uns leider gezwungen, die uns von Herrn L. Oehmigke übergebenen Bücher und Belege demselben unerledigt wieder zustellen zu müssen, mit dem Ersuchen, die Prüfung durch die von der Berliner Corporation gewählte Rechnungs-Deputation besorgen zu lassen." Leipzig, den 18. Mai 1853. Hochachtungsvoll zeichnet die Rechnungs-Deputation des Börsenvereins. Adolf Rost, d. A. Vorsitz. Leopold Voß. sieht sich der Vorstand genbthigt, an die heutige Generalversammlung einen Antrag auf Aenderung des §. 20 der Status zu stellen, und schlägt der geehrten Generalversammlung folgende Aenderung und Fas sung desselben vor: „Die Generalversammlung wählt alljährlich einen aus 3 Ver einsmitgliedern bestehenden Rechnungsausschuß, dessen Mitglieder aber nicht auch zugleich Mitglieder des Vorstandes sein dürfen. — Jedes Jahr mit dem Schluffe des Monat März hat der Cassirer seine Bücher abzuschließen und solche nebst allen Bele gen und dem Cassenbcstande dem Rechnungsausschusse vorzulegen. Desgleichen hat der Vorstand den Reservefonds und der Sccre- tair sein Journal und die Acten demselben vorzulegen. Der Rechnungsausschuß prüft Alles und hat nach Befund den Vor stand, respective dessen Mitglieder, zu entlasten und diese Ent lastung in dem nächsten Börsenblatt öffentlich bekannt zu ma chen, sowie der nächsten Generalversammlung darüber zu be richten." Ucber diesen Antrag wurde nunmehr die Discussion eröffnet, welche lebhaft eine Zeit lang geführt wurde. Es wurde namentlich von mehrern Seiten geltend gemacht, daß durch die Annahme des Antrags, der Schein gegeben werden könnte, als ob der Verein ein particulair Berliner oder Norddeutscher sei, während ec doch ein allgemeiner, über den ganzen deutschen Buch handel sich verbreitender Verein sei, deshalb, und namentlich weil der Börsenverein jährlich 700-/? an den Verein zahle, müsse die Eon trolle auch derjenigen Behörde, die den allgemeinen deutschen Buch handel vertrete, Vorbehalten bleiben; die Berliner Buchhändler müß ten auch den geringsten Schein vermeiden, als ob sie irgend mehr von der Verwaltung in ihrer Stadt vereinigen wollten, als unum gänglich zum wahren Gedeihn des Vereines, also der Eentralisation des Vorstandes an einem Orte, nöthig sei. Andererseits wurde zwar auch geltend gemacht, daß der Verein sich hinlänglich dadurch als allgemeiner Deutscher documentire, daß er nach allen Gebieten des deutschen Buchhandels hin gleichmäßig unterstütze, aber dennoch behielt jenes erstere Bedenken das Ucber- gewicht in der Versammlung. Der Vorstand erkannte auch seinerseits dieses Principin seiner Richtigkeit vollständig an, hielt aber dennoch seinen Antrag aufrecht, und der Secretair, G. W. F. Mül ler, der mit dem Vorsitzenden, Herrn E. S. Mittler, seit der Grün dung des Vereins im Jahre 1838 im Vorstande sitzt, begründete den Antrag noch dadurch, daß er die Thatsachcn mitthciltc, wie in dem ersten Statute des Vereines aus demselben Princip heraus auch die Bestimmung enthalten gewesen sei, daß die Abhaltung der Generalversammlung alle Ostermesse in Leipzig stattsinden solle, daß aber, trotz aller angcwendeten Mühe, nie eine solche dort habe zustandc- gebracht werden können, daß aus diesem Grunde gar keine Neuwahl habe stattsinden können, und daß deshalb schon unter dem 24. April 1842 von der Generalversammlung des Börsenvereins den Berliner Vereinsmitgliedern die Befugniß crtheilt wurde, die Neuwahlen für den Vorstand in Berlin vorzunehmen. Nichtsdestoweniger habe aber die Unmöglichkeit, in Leipzig zur Ostermesse eine Generalver sammlung der Vereinsmitglieder zu Stande zu bringen, zu so vielen Jnconvenienzen und Schwierigkeiten geführt und dem Vorstande eine
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